Solidarität mit der nicaraguanischen Revolution – Buchbesprechung von Elisabeth Voß - Der Roman Momotombo spielt in den 1980er Jahren in Nicaragua. Momotombo ist der Name eines Vulkanbergs, Wahrzeichen des Landes, und dieser Titel weist auch auf die explosive politische Situation hin, nachdem die sandinistische Befreiungsfront FSLN die Somoza-Diktatur 1979 gestürzt hatte, und nun versuchte, eine andere, gerechtere Gesellschaft aufzubauen. Hauptfigur ist Julia, eine Aktivistin aus Westdeutschland, die nach Nicaragua gekommen ist, um die Revolution zu unterstützen. Während die meisten Solidaritätsreisenden nur für ein paar Wochen kamen, bleibt Julia länger und hilft den nicaraguanischen Frauen Verband beim Aufbau einer Textil-Kooperative in einem Dorf. Das Buch leistet einen Beitrag zur Geschichtsschreibung aus der Perspektive der Protagonistin, die sich in Deutschland der radikalen Linken zuordnet. Westdeutschland stand damals fest an der Seite der USA,… ... read more
Buchbesprechung Momotombo – von Clara Hoffmann - 09.06.2017 - „Was schon? Sieben Jahre Revolution und das Verhalten der Männer hat sich kaum verändert. Worauf sollen wir warten? Wir haben begonnen, uns zu wehren, indem wir uns organisieren.“ So erlebt Julia die Situation der Frauen in Nicaragua. Sie ist der Einladung eines nicaraguanischen Frauenverbandes gefolgt und verlässt Deutschland, um den Aufbau einer Kooperative in einem kleinen Dorf zu unterstützen. Das Land befindet sich mitten in einer gesellschaftlichen Umwälzung, nachdem die links orientiere, vorherige Guerillaorganisation FSLN den Präsidenten 1979 gestürzt und die Herrschaft übernommen hat. Schon kurz nach ihrer Ankunft wird Julia hineingerissen in einen Strudel aus Gewalt, Armut und Chaos, dem die Hoffnung und Träume der nicaraguanischen Bevölkerung entgegenstehen. Die Konterrevolution, die von den USA finanziert wird, um… ... read more
